AFRIKANISCHE SCHWEINEPEST
Kein Grenzverkehr als Sicherheitsmaßnahme

Für Schweinehalter und Viehvermarkter besteht in diesen Wochen mehr denn je die Gefahr einer Ein- bzw. Verschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Dr. Holger Looft, Geschäftsführer von Vion Zucht- und Nutzvieh (ZuN), empfiehlt deshalb größte Achtsamkeit und empfiehlt verstärkte Vorbeugemaßnahmen.

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In der aktuellen Situation sei vorrangig die Einhaltung aller Biosicherheitsmaßnahmen mit dem Ziel der sicheren Abschottung des schweinehaltenden Betriebes äußerst wichtig, empfiehlt Dr. Looft. Es sei unerlässlich, diese strikt einzuhalten und hoch sensibel damit umzugehen. Landwirtschaftliche Gebäude- und Betriebsgelände müssten so abgesichert sein, dass ein ungehinderter Zugang von Personen, Tieren und Fahrzeugen ausgeschlossen ist.

Dr. Looft weist zudem alle Mitarbeiter und Viehtransporteure der ZuN darauf hin, die nach jedem Transport grundsätzlich erforderliche Reinigung und Desinfektion mit größter Sorgfalt  und sehr gewissenhaft durchzuführen.

„Um das Risiko weiter zu reduzieren werden grenzübergreifend fahrende Transportfahrzeuge nicht in der ZuN-Flotte bzw. im Rahmen von notwendigen Speditionsdienstleistungen eingesetzt,“ beschreibt der Geschäftsführer der Vion Erfassungsorganisation die eigenen Sicherheitsmaßnahmen und -standards. „Die Viehfahrer sind im Rahmen des Sachkundenachweises entsprechend geschult. Im Seuchenfall kommen in Sperr- und Beobachtungsgebieten weitere angepasste Maßnahmen beim Transport zur Anwendung.“

Die größte Verschleppungsgefahr gehe vom Menschen aus, daher müsse auch das nähere Umfeld des Betriebes entsprechend sensibilisiert werden. Dazu zählten alle Mitarbeiter und Familienangehörigen, die Kontakt mit Schweinen haben. Dr. Looft: „Jeglicher Kontakt zu Wildtieren, insbesondere Wildschweinen, sollte soweit wie möglich vermieden werden oder es müssen angemessene Hygienemaßnahmen sehr konsequent umgesetzt werden.“