Höhere Transparenz, bessere Vergleichbarkeit
Vion Betriebe in Zeven und Emstek stellen die Magerfleischermittlung auf AutoFOM III um

Vion setzt auch bei der Fleischbestimmung auf größtmögliche Transparenz. Zur Klassifizierung und Abrechnung der Schweineschlachtkörper in den Betrieben Emstek und Zeven wird seit  dem 9. Mai 2016 AutoFOM III zur Berechnung des Magerfleischanteils (MFA) verwendet. Damit werden nun die Landwirte der Vion Zucht- und Nutzvieh nach diesem neuen System für ihre gelieferten Tiere bezahlt. FOM steht für Fat-O-Meater und bestimmt den Muskelfleischanteil (MFA) einer geschlachteten Schweinehälfte. Vion gehört mit zu den ersten Unternehmen in Deutschland, die diese hochmoderne Technologie anwenden. Das neue Klassifizierung- und Abrechnungssystem soll auf alle Vion Betriebe im Norden Deutschlands ausgeweitet werden – nächster Standort wird Altenburg sein.

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Die Umstellung hat Vorteile für alle Seiten. Die Vion Zucht- und Nutzvieh Landwirte bekommen ab sofort dauerhaft ein objektiveres Ergebnis und Vion kann potentielle personenbedingte Schwankungen bei der Klassifizierung ausschließen.Bisher wurde in den Vion-Betrieben mit einem handgeführten FOM-Gerät gearbeitet. Der Nachteil: Durch unterschiedliche „Stechtechniken“ der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten, trotz statistischer Prüfungen der neutralen Klassifizierungsunternehmen, Abweichungen nicht ganz ausgeschlossen werden. Diese Schwankungen werden ab sofort mit der neuen AutoFOM III Ermittlung vermieden. Vion untermauert damit seinem Anspruch auf größtmögliche Vergleichbarkeit und ein Höchstmaß an Transparenz den Landwirten gegenüber.

Die Verbesserung von AutoFOM I auf AutoFOMIII

1999 wurde mit Auto FOM I erstmalig ein vollautomatisches Klassifizierungsprogramm in der Fleischindustrie eingesetzt. Die technische Weiterentwicklung auf Auto FOM III zeigt sich insbesondere im Bereich der digitalenBildauswertung. Das Messprinzip hingegen bleibt unverändert. 16 Ultraschallköpfe durchleuchten den auf dem Rücken liegenden, ungeöffneten und noch feuchten Schlachtkörper in Längs- und Querschnittsbildern. Es werden fünf aussagekräftige Messdaten (teilweise aus zwei abgeleiteten Größen) aus einem Pool von zurzeit T3Variablen verwendet, um den MFA, ebenfalls nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Formel zu ermitteln. Aus den verfügbaren Messdaten errechnet das Auto FOM III-Gerät sogenannte Basiswerte, die in Verbindung mit dem Schlachtgewicht die Teilstückgewichte von Schinken, Schulter; Lachs und Bauch ergeben. Daraus ergeben sich dann in der Schlachthof EDV die finalen Werte für die Abrechnung mit den Landwirten. Mit der Umstellung von AutoFOM I auf Auto FOM III wird eine verbesserte Messgenauigkeit erreicht. In der Folge wird das Risiko von Fehlsortierungen verringert und sogenannte Ausreißer kommen seltener vor.

Das neue System ist voll akzeptiert

Vion Zucht- und Nutzvieh Partnerbetriebe können an den Standorten Zeven und Emstek zwischen zwei Messverfahren wählen. Die Überzeugungsarbeit der Vion Farming Experten hat dazu geführt, dass AutoFOM III mittlerweile voll akzeptiert ist.

  • Die Gründe liegen auf der Hand:
    • größere Genauigkeit
    • von der Norm abweichende Tiere werden exakter beurteilt
    • kein menschlicher Einfluss mehr als Fehlerquelle

     

    Da der MF-Anteil des AutoFOM III-Gerätes um 2% Punkte höher als beim bisherigen FOM-Gerät liegt, wurde die Maske angepasst und von Vion um 2 % Punkte nach oben verschoben. Die Landwirte haben weiterhin die Möglichkeit zwischen einer Abrechnung nach Teilstückgewichten oder nach MF-Anteil zu wählen.