Abwässer erreichen Trinkwasserqualität
Vion investiert am Standort Emstek in die Zukunft

Vion hat zuletzt viel in den Standort Emstek investiert, um eine starke strategische Position für die Zukunft aufzubauen. Die Vion Zucht- und Nutzvieh ist auch an diesem Standort einer der wichtigen Zulieferer von Schweinen aus der Umgebung. Neben den kompletten Verarbeitungsvorgängen wurde auch viel Geld in die Modernisierung des Abwasserentsorgungssystems gesteckt. Das Ziel ist es, Abwässer zu produzieren die Trinkwasserqualität haben.

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Geschäftsführer David De Camp beschreibt was in Emstek alles schon realisiert wurde und was noch geplant ist: „Wir haben die gesamte Verarbeitungskette von Schweinefleisch modernisiert – von der Zerlegung bis hin zur Auslieferung. Als Erstes entstand eine neue Zerlegungsabteilung. Diese Erneuerung war dringend erforderlich, um einen saubereren Prozessstrom der Produkte zu gewährleisten.“

Die Produktionslinien bei Vion In Emstek sind alle mit dem Berechnungssystem verbunden. So kann man sehen, wie effizient gearbeitet wird. Anpassungen an der Produktionslinie können schneller umgesetzt werden. In der Auslieferung wurde der Wägeraum dezentralisiert, damit Paletten mit Produkten aus der Zerlegungsabteilung sofort gewogen und anschließend direkt in den Laderaum gebracht werden können. Im Zuge dieser Anpassungen in der Abteilung Auslieferung wurde die Doppelarbeit beim Transport von Paletten um fast 50 Prozent reduziert.

 

Auch das Abwasserentsorgungssystem wurde erneuert. Das bestehende System wurde 1992 gebaut und 2008 durch die Installation einer biologischen Verarbeitungsanlage angepasst. Im vergangenen Jahr wurde in Emstek ein intelligentes, automatisches Dosierungssystem installiert. Dieses System misst automatisch die Werte verschiedener Stoffe im Wasser und fügt zur weiteren Reinigung die richtige Menge an Chemikalien zum Abwasser hinzu.

Als Nächstes stehen Investitionen in eine neue, hochmoderne Spraykühlanlage zum Kühlen der Schlachtkörper nach dem Schlachten an. „Auch bei der Abwasserreinigung haben wir noch einiges zu tun. In den kommenden Jahren werden wir das Reinigungssystem so anpassen, dass Abwasser, das unseren Standort verlässt, Trinkwasserqualität aufweist“, sagte David De Camp. „Wir sind der erste Schlachthof in Deutschland, der eine solche Anlage baut. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf 3 Millionen Euro.“